132 000 Besucher zur Hanseboot

05. November 2002 - Die Bilanz der Hanseboot in Hamburg fällt trotz weniger Besucher gut aus: Mit insgesamt rund 132 000 sind weniger, jedoch besonders fachkundige Besucher zur 43. Internationalen Bootsausstellung Hamburg gekommen (2001: 143 536). Rund 20 000 Wassersportinteressierte (2001: 30.000) haben allein dem hanseboot-Hafen einen Besuch abgestattet und sich dabei auch von dem Orkantief des ersten Wochenendes nicht abhalten lassen. Jeder zweite hanseboot-Besucher reiste aus einer Entfernung von mehr als 100 Kilometern an. Der Anteil der Berliner (5,6 Prozent; 2001: 5,3 Prozent), der Brandenburger (3,1 Prozent; 2001: 2,3 Prozent) und der Nordrhein-Westfalen (6 Prozent, 2001: 5,2 Prozent) nahm zu.

Yachten zwischen 32 und 42 Fuss liegen im Trend – hier die Bavaria 37 (Foto © J A Geschke)

Auch die Internationalität der hanseboot-Besucher ist auf 5,2 Prozent (2001: 4,8 Prozent) gestiegen, wobei Skandinavien vorn liegt, allen voran Schweden und Dänemark. Die Nachfrage nach Motorbooten hat zur hanseboot 2002 zugelegt (5,8 Prozent, 2001: 4,7 Prozent). Die hohe Kaufkraft der hanseboot-Besucher bestätigt sich dadurch, dass mehr als 39 Prozent (2001: 28,7 Prozent) über ein Haushalts-Nettoeinkommen von über 3.750 Euro verfügen.

904 Aussteller aus 25 Nationen waren in Hamburg vertreten. Ausrüstung und Zubehör sind gut nachgefragt worden. "Es hat sich wieder erwiesen, dass die hanseboot als Ordermesse unentbehrlich ist für den Markt, das belegen gute Geschäfte in vielen Bereichen," zog Claus-Ehlert Meyer (Geschäftsführer des Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes) Bilanz. "Die große Zahl skandinavischer Hersteller, die zum Teil nur in Hamburg ihr ganzes Programm zeigen, ziehen viele skandinavische Besucher zur hanseboot. Ebenso entwickelt sich die Hamburger Bootausstellung für Besucher aus Polen und dem Baltikum zur maßgeblichen Bootsmesse."

 

Stimmen der Händler:

Dirk Gründl (Gründl-Bootsimport, Bönningstedt): "Bei den Einsteigerbooten sind die Besucher mit Käufen eher zurückhaltend. Besser ist die Resonanz auf größere Motoryachten. In diesem Segment haben wir sogar mehr Interessenten gewonnen als 2001."

Dr. Fritz Conyn (Conyplex, Niederlande – Contest-Yachten): "Ich kann inklusive des Nachmessegeschäfts mit dem Verkauf von drei Schiffen rechnen – ein Schiff geht nach Frankreich, eins nach Holland und eines nach Bayern. Außerdem haben wir gute neue Kontakte gewonnen und viele Interessenten aus dem Ruhrgebiet, Berlin und aus Skandinavien bei uns begrüßt."

Michael Schmidt (Yachtzentrum Greifswald - Hanse): "Wir sind zufrieden mit der hanseboot und haben sogar mehr Umsatz gemacht als im Vorjahr. Der Trend geht zu Schiffen zwischen 34 und 42 Fuß Länge."

Roland Herrmann (Bavaria Yachtbau): "Wir sind sehr zufrieden, hatten eigentlich mit weniger Erfolg gerechnet. Der Verkauf lag auf dem Niveau des Vorjahres. Besonders gefragt waren die Bavaria 36, 38 und 41. Nicht ganz so gut lief es bei den Motoryachten."

Paul Wuyts (Bénéteau): "Geld und Lust auf Segeln ist vorhanden, aber dennoch wird zur Zeit in Deutschland weniger Geld ausgegeben. Betrachtet man die Entwicklung über die vergangenen zehn Jahre, so können wir mit der hanseboot 2002 zufrieden sein. Der Trend geht eindeutig zu den großen Segelyachten."

Roland Olsson (Vertriebsleiter Hallberg-Rassy): "Wir hatten hier ein internationales Publikum – Norddeutsche, Österreicher, Spanier und Engländer. Unsere neue Hallberg-Rassy 40 hat sich in Hamburg als Riesenerfolg erwiesen."

 

Zubehör, Ausrüstung, Bekleidung:

Thomas Jungblut (Geschäftsführer North Sails Germany, Hamburg/ Segelmacher): "Für uns ist das Jahr 2002 sehr gut gelaufen. Die hanseboot schließt sich da nahtlos an. Unser Segment - Segel für Regattaschiffe und schnelle Cruiser – scheint von der Rezession nicht betroffen zu sein. Allerdings läuft es bei den Jollen schlechter. Die hanseboot ist in meinen Augen eine richtige Verkaufsmesse." Michael Daxer (Vertriebsleiter Ferropilot, Rellingen/Elektronik): "Das Besucheraufkommen war etwas geringer, der Umsatz aber gut. Wir hatten einen richtig guten Besuchermix aus ganz Deutschland."

Stephan Dohrmann (A. W. Niemeier/Zubehör): "Unser Verkaufsergebnis ist besser als auf der Vorjahresmesse, ich bin absolut zufrieden. Die Fachkompetenz der Besucher war wirklich gut." Eddy Eich (Peter Frisch, München/Beschläge, Zubehör, Bekleidung): "Der Trend geht eindeutig zur hochwertigen Ware. Vor allem Neuheiten tragen dazu bei, dass die Messe Impulse für die Branche gibt. Phänomenal war das Interesse der Besucher an unseren America´s-Cupper-Winschen. Wir stellen ein ständig steigendes Interesse an derartigen Top-Regatten fest. Die hanseboot hat mit der Präsentation der Illbruck dazu beigetragen."

 

Charter

Jochen Eschenburg (Scansail Yachts/Hamburg): "Es waren zwar etwas weniger, aber sehr gute Besucher da. Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Messe. Das Mittelmeer war deutlich mehr nachgefragt als Fernziele." Rainer Stute (Stute Yachtcharter): "Eine sehr gute Messe für uns, wir sind mit der Qualität der Kunden sehr zufrieden. Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Die Ostsee und Kroatien verkaufen wir gut." Jan Holland (Sunsail): "Wir sind sehr zufrieden. Die Nachfrage war sehr gut. Das Charterforum zieht viele Leute an." Hartmut Holtmann (KH+P Yachtcharter/Stuttgart): "Die Messe lief gut für uns, wir haben vor allem aus Osteuropa Anfragen und Interessenten."

Die nächste hanseboot, 44. Internationale Bootsausstellung, wird vom 25. Oktober bis 2. November 2003 in Hamburg stattfinden.

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Die Website der Hanseboot:

 

www.hamburg-messe.de/ hanseboot