Americas Cup 2010 - die Boote und die Rennen08. Februar 2010 - Sie sind 33 und 39 Meter lang, können schon beim mittlerem Wind mit 40 Knoten segeln, sagen die Skipper, und ihre „Segel“ sind mehr Tragflächen als Tuch. Alinghi und BMW Oracle treten mit riesigen Booten an - eine Übersicht. Die Rennen sind eine Kampf zwischen Katamaran (Alinghi) und Trimaran (BMW Oracle).

Alinghi 5 im Training (Foto (C) Carlo Borlenghi/Alinghi)

Alinghi

Alinghi 5 gilt als Leichtwindrenner.  Der Cat ist 110 Fuß lang, also rund 33 Meter. Die Breite ist größer als ein Tennisplatz, mehr als 20 Meter. Der Mast ragt 60 Meter (in Worten: sechzig) hoch. Es ist ein mehrfach verstagtes Kohlefaser-Profil, drehbar gelagert. An ihm sorgt ein 600 Quadratmeter messendes Groß für starken Vortrieb. Das Besondere ist ein Bugspriet - an ihm wird z B. der Gennacker gesetzt, der rasante 1100 Quadratmeter misst.
Alinghi benutzt geschwungene Schwerter in den beiden Rümpfen.

Die Boote sollen bereits bei acht Knoten Wind erhebliche Geschwindigkeiten aufbauen. Bei 15 Knoten soll an Deck ein scheinbarer Wind von um die 45 Knoten herrschen - was bedeutet, das die Alinghi 5 bei nur 15 Knoten Wind bereits über 30 Knoten schnell ist !!! Spitzengeschwindigkeiten von 40 Knoten - 74 Km/h - sind drin.



BMW Oracle USA (Foto (C) Gilles Martin-Raget / BMW Oracle)

An Bord wird Team-Chef Ernesto Bertarelli (44), Schweizer Milliardär, durchaus am Ruder stehen. Bertarelli ist erfolgreicher Multirumpf-Segler auf dem Genfer See, wo er mehrfach den Bol D’or gewonnen hat.
Er wird unterstützt vom Neuseeländer Brad Butterworth, der vier Mal im AC siegte. Am Ruder wird außerdem stehen: Loick Peyron, 51. Der Franzosen ist bekannt für seine Erfahrung auf großen Multis.


BMW Oracle


Der Trimaran kommt auf eine Länge von 130 Fuß (39 Meter) mit Bugspriet. Die Skipper segeln den Tri meist auf einem Rumpf.
Das neue ist das Segel: Es ist eine Art Flugzeugflügel, allerdings so groß wie bei einem Airbus. Der Mast mit der Tragfläche ragt 57 Meter hoch. Die Tragfläche ist senkrecht zweigeteilt, und in einzelne wagerechte Elemente unterteilt. Dadurch ergeben sich mehrfache Möglichkeiten, das Profil des „Segels“ zu verstellen.

Der Tri wird gesegelt vom Australier  James Spithill und Russell Coutts (47). Der Neuseeländer gewann mehrfach den Americas Cup - zuletzt bei Alinghi. Coutts dürfet noch eine Rechnung mit dem Schweizer Bertarelli offen haben. Denn der entließ Coutts nach dem letzten Gewinn wegen Streitigkeiten mit dem Skipper. Coutts wird unterstützt vom Milliardär  Larry Ellison (66), dem Gründer von Oracle, dessen Rolle an Bord noch nicht bekannt ist.


Motor an Bord

Erstmals werden Motoren auf den Americas Cuppern stehen. Sie dienen allerdings dem Antrieb der riesigen Wischen, denn sonst müssten Dutzende Segler die riesigen Flächen einwinschen.


Die Rennen


Das Revier vor Valencia ist aus dem vorigen Cup bekannt. Im Februar können dort leichte Winde herrschen, aber auch Starkwind aus NE. Gesegelt wird nur bis 15 Knoten Wind.

Gesegelt wird am 8., 10. und eventuell 12. Februar. Wer zwei Siege erreicht, hat den Cup gewonnen.

Die Erste sowie die dritte Wettfahrt ist ein Kreuzkurs, wobei die Mehrbeiner vor dem Wind ins Ziel kommen. Die Bahn ist 40 Seemeilen lang. Das zweite Match ist eine 39 Seemeilen lange dreischenklige Kreuz.

www.americascup.com


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