Americas Cup: Das erste Gigantenrennen fiel flach09. Februar 2010 - Eine vorüberziehende Kaltfront verhinderte den lange erwarteten Showdown zwischen den zwei gigantischen Mehrrümpfern. Das auf Montag angesetzte erste Rennen des 33. America's-Cup-Matchs wurde wegen zu wenig und zu instabilem Wind über dem Mittelmeer auf den Mittwoch verschoben.

Alinghi und BMW Oracle in der Flaute vor Valencia. am ersten Renntag. (Foto (C) Carlo Borlenghi/Alinghi)

Das Alinghi-Team hatte sich darauf gefreut, mit dem 90-Fuss-Katamaran Alinghi 5 nach sieben Monaten Tests und Trainingsfahrten zum Rennen anzutreten. Doch nun müssen sie auf die nächste Gelegenheit am Mittwoch warten.

„Es hatte sehr wenig Wind“, sagte Navigator Juan Vila. „Wir hatten einige Böen mit bis zu 6 Knoten, aber die waren nicht von Dauer. Auch die Windrichtung war sehr wechselhaft; meist kam der Wind von Westen, aber er war nicht zuverlässig genug für ein faires Rennen. Die Prognose sah nicht gut aus, als der Wind so wechselhaft wurde, und die Entscheidung, heute nicht zu segeln, war richtig.“Das Alinghi-Wetterteam sagte Winde von ungefähr 10 Knoten voraus, aber Regen von einer vorüberziehenden Kaltfront machten diese Vorhersage zunichte.„Vor der Kaltfront war ein schwaches südliches Gefälle mit vielen Wolken und einigen Regenschauern“, erklärte Teammeteorologe Jack Katzfey. „Die Berge in Valencia unterbrachen die Winde und verunmöglichten die Bildung eines konstanten Windflusses. Es war klar, dass der Wind abnehmen würde, aber er nahm sehr stark ab.“



Alinghi kehrt am ersten Tag in den AC-Hafen von Valencia zurück. (Foto (C) Luca Butto' / Alinghi)

Um 13.50 Uhr, nachdem die Alinghi-Segler mehr als sieben Stunden auf dem Wasser gewesen waren, wurde das Rennen definitiv abgesagt und verschoben. Die Segler waren am Morgen um 06.30 von der Basis ausgelaufen. Da es zu dieser Zeit noch dunkel war, hatte man für den Weg zum Start provisorische Lichter auf den Rümpfen und auf der hinteren Querstrebe angebracht.
Das Rennen wäre für Alinghi das 13. Rennen in einem America's-Cup-Match seit 2003 gewesen. Stattdessen wurde es zur insgesamt achten Verschiebung für den Titelverteidiger der Société Nautique de Genève.
„Wir wussten, dass die Bedingungen hier so sein würden. Wir können nicht damit rechnen, dass wir jeden Tag perfektes Rennwetter haben“, sagte Vila. „Heute war leider kein Rennwetter, aber ich bin zuversichtlich, dass wir einen anderen Tag finden, an dem ein faires Rennen möglich ist. Wenn der Startschuss fällt, ist es wichtig, dass es ein faires Rennen für alle Beteiligten wird.“
Rennen 1 des 33. America's Cup ist nun auf Mittwoch angesetzt – vorausgesetzt das Wetter spielt mit.



Alinghi ist der Defender des 33. America’s Cup, des prestigeträchtigsten Anlasses im Segelsport und der ältesten Trophäe im internationalen Sport überhaupt. Die erste Austragung fand 1851 statt, fast ein halbes Jahrhundert vor dem Beginn der modernen Olympischen Spiele. Alinghi ist die Kulmination von Ernesto Bertarellis Leidenschaft für den Segelsport. Der Schweizer Unternehmer und frühere Besitzer des Biotechnologie-Riesen Serono schuf das Team im Jahre 2000, um am America's Cup teilzunehmen. Beim ersten Start gewann Alinghi 2003 in Neuseeland die 31. Auflage und verteidigte dann den Titel 2007 im spanischen Valencia im engsten America's-Cup-Match aller Zeiten. Der Schweizer Defender organisierte über das AC-Management einen herausragenden Vierjahres-Anlass mit zwölf Teams aus fünf Kontinenten, die um die Trophäe segelten. Die Wettkämpfe wurden von mehr als 6,4 Millionen Zuschauern direkt vor Ort verfolgt und an den Fernsehgeräten waren mehr als 4,2 Milliarden Zuschauer präsent. Alinghi segelt unter der Flagge der Société Nautique de Genève und wird vertreten durch ein professionelles, multikulturelles und leidenschaftliches Team.


Für mehr Informationen
www.americascup.com


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