Messe zeigt Querschnitt aktueller Modelle

19. Januar 2014 - Die boot 2014 gilt bei nationalen und internationalen Bootsentwicklern als wichtigste Leistungsschau und Test für die kommende Segelsaison: Vom Fahrtensegler über den Racer bis hin zum gemütlichen Weekender finden Segellsportbegeisterte hier die neuesten Schiffsmodelle und Weiterentwicklungen bestehender Schiffstypen. 440 Werften, Importeure und Händler zeigen einen Querschnitt des Weltmarktes für Boote und Yachten.

Sowohl Wochenendsegler als auch Segler mit Wettkampfambitionen finden auf der boot 2014 zumindest eine Inspiration, vielleicht sogar das richtige Material für die kommende Saison. (Foto: Messe Düsseldorf)

Preiswerte Kleinkreuzer sind beliebt. Auf wenig Raum bieten sie viel Segelspaß und sind je nach Gewicht auf einem Anhänger über Land trailerbar. Als Weekender für Binnen und Küstenreviere bezeichnet Schöchl (Halle/Stand 16/B 19) die Sunbeam 28.1(8,50 m). An Backbord ist die Pantry fest eingebaut, an Steuerbord gibt es einen abgeschlossenen Toilettenraum mit Chemie WC. Im Vorschiff nächtigen zwei Personen, zwei weitere können es sich für die Nacht auf den Sofas im Salon gemütlich machen. 

 

Fahrtenyachten bieten viel Komfort und sind für längere Seereisen gedacht. Festkiel oder Kielschwert, bei der Dufour 310 Grand Large (9,67 m, Halle/Stand 16/A 38) hat man die Wahl, aber in jedem Fall doppelte Steuerstände und Ruderblätter. 

Die Jeanneau Sun Odyssey 349 (10,34 m, Halle/Stand 16/B 02) besticht durch einfache Linien, viel Platz im Innenraum und ein einladendes Cockpit. Bei Bénéteau (Halle/Stand 16/B 42) kann man sich bei der Oceanis 38‘ (11,50 m) aus den drei Versionen Daysailer, Weekender, Cruiser sein Wunschboot konfigurieren. Die Möglichkeit, die Schottwand des Vorschiffs komplett zu entfernen, sorgt bei Bedarf für ein loftartiges Feeling erzeugen. 

Klassische runde Formen im Exterieur und modernes Design unter Deck, so präsentiert Hanse Group (Halle/Stand 17/A 24) die Varianta 37‘ (11,55 m) mit tiefem T-Kiel und schnörkellos-elegantem Ambiente. Neue moderne Deckslinien mit einem flachen Aufbau vergrößern bei der Hanse 505 (15,40 m) den Lebensraum unter Deck. Und bei der Moody DeckSalon 54‘ (17,15 m) verfolgt die Hanse Group das Konzept des One Level Living. Innen- und Außenbereich liegen barrierefrei auf einer Ebene. 

Die Garcia Exploration 45‘ (14,72 m), zu sehen bei Blue Yachting (Halle/Stand 16/D 42), wurde für Hochseetörns entwickelt. Jimmy Cornell, Veranstalter der alljährlichen ARC-Regatta für Fahrtenyachten von Europa in die Karibik, hat seine Erfahrungen in den Alu-Bau mit einholbarem Kiel eingebracht und übernimmt die Baunummer 1. 

Olivier Racoupeau hat die von ihm für Wauquiez (Halle/Stand 16/B 57) entworfene Centurion 57 (17,40 m) mit Superyacht-Attributen versehen. Innen dominieren Luxus und Komfort: Die Yacht verfügt die Eignerkabine über einen Schreibtisch, viel Stauraum und ein Bad mit separater Dusche. Für Gäste gibt es achtern zwei behagliche Kabinen, jeweils mit eigenem Duschbad. 

 

Als Cruiser/Racer werden schnelle Fahrtenyachten mit Regatta-Ambitionen bezeichnet. Sie sind beliebt bei allen, die gerne etwas schneller segeln. Ein 30 Prozent höheres Rumpfgewicht erlaubt bei der Xc 35 (10,36 m) von X-Yachts (Hal-le/Stand 16/C 22) den Einbau von größeren und schwereren Motoren, Tanks und Batterien. Der Rumpf – eine Sandwichkonstruktion mit Stahlgerüst und V Form im Vorschiff – taucht tief ein. 

Dank T-förmigem Kiel hat die Elan 360 (10,60 m), zu sehen bei Blue Yachting (Hal-le/Stand 16/ D 42), einen geringen Tiefgang. Ihr Rundspantrumpf verfügt im hinteren Bereich zu beiden Seiten über einen als Chine bezeichneten Knickspant. Dadurch ergibt sich zum einen mehr Volumen im Cockpit, das vor allem den Backskisten unterhalb der Sitzbänke zugutekommt. Zum anderen soll sich dadurch beim Segeln in seitlicher Lage eine leistungssteigernde Wasserabrisskante ergeben. 

Das S der Bavaria Cruiser 41‘ S (12,35 m, Halle/Stand 16/B 38) steht für Sport. Rumpf und Interieur entsprechen ihrer Schwester, der ebenfalls brandneuen Cruiser 41‘. Ein et-was tieferer Kiel, ein höherer Mast und viele serienmäßige Features vom Carbon-Spinnakerbaum bis hin zum Regattatauwerk aus Dyneema verleihen der 41‘ S mehr Segelperformance. Eben die nötige Bootsgeschwindigkeit und Höhe am Wind, um bei Re-gatten und Meisterschaften ganz vorn mit zu segeln, ohne auf Komfort unter Deck verzichten zu müssen. 

Der steile, leicht negative Steven der Solaris One 58‘ (17,40 m, Halle/Stand 16/D 37) ist zum ersten Mal Designmerkmal einer Solaris-Yacht und bietet mehrere Vorteile wie einen besseren Eintritt in die Welle und reduziertes Stampfen. Alle Schoten, Fallen und Trimm-einrichtungen sind auf Winschkonsolen direkt vor den Steuerständen geführt, so dass sich die Yacht praktisch einhand segeln lässt. Es sind verschiedene Interieur-Layouts nach Eignerwunsch verfügbar. 

 

Als Mehrrumpfboote bezeichnet man Katamarane mit zwei Rümpfen und Trimarane mit drei Rümpfen. Der Wave (3,96 m) mit seinen markanten, schwarzen Rümpfen und dem schwarzen Oracle-Segel von Hobie Cat (Halle/Stand 15/A 58) soll vor allem Einsteiger ansprechen. 

Für das Modelljahr 2014 geht der Katamaran Lipari 41‘ Evolution (11,95 m) von Fountaine Pajot (Halle/Stand 15/A 36) mit einigen Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodell an den Start: tief konstruierter Gesamtschwerpunkt für hohe Stabilität im Seegang, Zulassung nach CE Kategorie A für die hohe See, große Fenster in den Achterkabinen zum Heck hin und ein freundliches Innendesign mit hellen Decken. 

Der Fahrtenkatamaran Lagoon 52’ (15,80 m, Halle/Stand 15/A 22) verkörpert die neue Lagoon Generation mit den äußeren Linien von VPLP Design, achtern zentriertem Mast, einer großen Auswahl von Vorsegeln und der Möglichkeit für eine Selbstwendefock. Das High Aspect Ratio Großsegel kommt mit einem kurzen Baum aus, unter Deck stehen verschiedene Aufteilungen zur Wahl.