Abschluss gelungen

15. Juli 2002 - Die Warnemünder Woche zeigt sich auch in diesem Jahr als vom Wetter verwöhnte Veranstaltung auf hohem sportlichen Niveau. Im kommenden Jahr werden wieder Spitzen-Segler aus aller Welt auf der Mittelmole erwartet. So viele Boote wie nie mussten zum 65-jährigen Jubiläum auf dem Gelände des Warnemünder Yachthafens untergebracht werden. Mit 810 Jollen, Katamaranen und Kielbooten trumpfte die diesjährige Warnemünder Woche mit einer Rekordzahl auf. Fast 2000 Segler aus 23 Nationen kämpften in 20 Boots-Klassen auf den Ostsee-Bahnen um Ruhm und Ehre.

Buntes Leben und sportliche Regatten in Warnemünde (Foto © www.warnemuender-woche.com)

"Wir freuen uns über eine hervorragende Veranstaltung mit sehr guter Beteiligung", so Regattachef Uwe Jahnke (62). "Die Organisation hat trotz der Enge gut geklappt und alles in allem denke ich, dass man mit Fug und Recht sagen kann, dass wir mit dieser 65. Warnemünder Woche die Hansestadt Rostock und die Bewerbung um die Segelspiel 2012 sehr gut unterstützt haben".

Es war eng aber gemütlich, wie von vielen Seglern zu hören war. "Die Athmosphäre ist in Warnemünde immer besonders nett", lobt auch Harald Wefers (52), Sieger bei den H-Booten. Der Kieler war mit neuer Top-Besetzung am Start und konnte seinen Vorjahressieg wiederholen. Das Trio Wefers/Körte/Wunderlich-Durst hatte seine Konkurrenz so gut im Griff, dass Sie zur letzten Wettfahrt schon nicht mehr antreten mussten. Zweite Sieger in dieser Kielbootklasse wurden Baier/Abel/Kühns aus Berlin vor Berhard/Mucke/Becker aus Hamburg.

Bei maximal fünf Windstärken wurde gestern auf den meisten Bahnen nur noch eine Wettfahrt ausgesegelt. Nur bei den olympischen Tornados und 49ern standen noch zwei Läufe auf dem Programm.

Mit einer tollen Serie (2-2-1-1-1-1-1-1) setzte sich das brandneu formierte Kieler Duo Andrew Landeberger/ Johannes Polgar gegen die russische Crew Kirilyuk/Ushkow durch. Auf Platz drei plazierte sich das ebenfalls frisch gebildete Team Bunklenburg/Struckmann (Kiel). "Das war unsere erste gemeinsame Regatta und wir haben noch einige grobe Schnitzer eingebaut", so der zweifache Weltmeister im A-Cat, Nils Bunkenburg." Wir werden jetzt im Training verstärkt am Handling arbeiten", meint der Sparringspartner von Landeberger/Polgar.

Das etwas dünn besetzte Feld der rasanten 49er-Skiffs wurde von den Polen Czaijkowski/Kierkowski dominiert. Nur das Contender-Ass Gabriel Wicke mit Vorschoter Wolf Jeschonnek vom Hannoverschen Yachtclub, konnte den Polen den einen oder anderen Lauf streitig machen und lag am Ende auf Platz zwei. Der dritte Rang in dem sechs Boote starken Feld ging an das australische Duo Tardew/Tardew.

In der schwergewichtigen Einhandklasse der Finns setzte sich der Russe Evgeny Tchernov gegen Dirk Löwe und Kai Falkenthal aus Berlin, durch. Auf Rang fünf plazierte sich Paul Keßler aus Rostock als bester Finn-Segler der Region. "So ganz zufrieden bin ich allerdings nicht", meint der 27-Jährige. "Ich hatte schon auf einen Platz unter den Top drei gehofft".

Russisch ging es auch bei den Ynglingen zu. Die olympische Frauenklasse ging vor Warnemünde auch mit gemischten Crews an den Start. Die Russinnen Basalkina/Gaponovich/Lukashova konnten sich gegen ihre Konkurrentinnen Veselova/Kuzmina/Ukraintseva durchsetzen, gefolgt von den Australierinnen Macfarlane/Morgan/Orr.

Ein starkes Drachenfeld aus Berlin hielt die Hamburger Crews in Schach. Auf dem Treppchen ganz oben stand am Ende Peter Koch mit Dirk David und Ingo Herrmann, gefolgt von dem Trio Jakob/Gusek/Birkner und Metzing/Nofz/Buntz. Die Sieger der 505er Klasse, Frank Feller und Lutz Stengel aus Rostock hatten kurzerhand in der Drachenklasse bei Steuermann Heinz Koglin (Berlin) angeheuert und wurde vierte.

Im gut besetzten Piratenfeld (32 Starter) hatten Dirk Bogumil und Falko Bier vom Segelverein Rahnsdorf die Nase vor und setzten sich gegen Karsten Bredt (Hannover)/Nina Wöhren (Kiel) durch. Auf Platz drei folgten Jörg Witte und Christian Maaß aus Berlin, die allerdings im letzten rennen nicht mehr auf dem Wasser waren.

In der OK-Klasse herrschte eher bedrückte Stimmung, da durch den schrecklichen Unfall auf dem Parkplatz Keinem zum feiern zumute war und die Siegerehrung ließ man daher ausfallen. Erwartungsgemäß las man auf der Ergebnisliste den Namen Karsten Hitz (Bad Segeberg) als erstes. Zweiter wurde der Schwede Thomas Hansson vor Greg Wilcox aus Neuseeland.

Die Surfer der Mistralklasse waren etwas weiter ausserhalb auf der Bahn Charlie unterwegs und starteten vom Strand Hohe Düne aus. Souverän setzte sich Andre Hartung aus Kiel durch, ließ keinen Konkurrenten vorbei und brauchte im letzten Rennen nicht mehr an den Start gehen. Romy Kinzl (Berlin und Thomas Piesker (Berlin) folgten auf den Plätzen.

Die Warnemünder Woche zeigt sich auch in diesem Jahr als vom Wetter verwöhnte Veranstaltung auf hohem sportlichen Niveau. Im kommenden Jahr werden wieder Spitzen-Segler aus aller Welt auf der Mittelmole erwartet. Der Termin sollte schon jetzt im Kalender vorgemerkt werden: 5.-13. Juli 2003

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