Alinghi gewinnt mit BMW Oracle Act 7 in Malmö

05. September 2005 - Bertarelli einen Besuch abstattete, gewann der Verteidiger des 32. America’s Cup Act 7 ohne zu segeln. Der Cup-Verteidiger und der Challenger of Record (erster Herausforderer) lagen am dritten Tag des Fleet Races mit jeweils 32 Punkten an der Spitze. Alinghi gewann Act 7, weil das Team im letzten Rennen vom Samstag vor BMW ins Ziel gekommen ist.Nach zwei starken Auftritten bei den Malmö-Skane Louis Vuitton Acts 6 und 7 hat BMW ORACLE Racing in der Herausforderer-Wertung 2005 zwei Plätze gut gemacht. Vor den Regatten in Schweden lag BMW ORACLE Racing mit 19 Punkten hinter Luna Rossa Challenge (20 Punkte) und dem Emirates Team New Zealand (21) auf Platz drei des Louis Vuitton Rankings 2005. Nachdem BMW ORACLE Racing die beiden Malmö Acts 6 und 7 jeweils als bester Herausforderer und Zweiter der Gesamtwertung beenden konnte, liegt das Team nun vor dem Emirates Team New Zealand und Luna Rossa Challenge in der Jahreswertung in Führung.

UIT Germany beim Fleetrace vor Malmö (Foto Niko Krauss / UIT Germany)

Um Punkt 13:00 Uhr Ortszeit sagte die Wettfahrtleitung am Sonntag das

letzte Rennen der Regatta vor Malmö ab. Eine Nebelbank hatte sich über

das Regattafeld gelegt, zudem machte unsteter Leichtwind ein reguläres

Rennen unmöglich.

Die Entscheidung wurde allgemein als die unter den gegebenen Umständen

richtige akzeptiert. Das mit Spannung erwartete Duell um den Gesamtsieg

zwischen den punktgleichen Teams BMW ORACLE Racing und Team Alinghi blieb damit aus. Nach dem sogenannten „Countback-Verfahren“ wurde Alinghi zum Sieger des Act 7 erklärt, da bei Punktgleichstand der besser Platzierte des letzten gegeneinander gesegelten Rennens den Vorrang erhält. BMW ORACLE Racing belegt damit Platz zwei.

"Wir waren enttäuscht, dass wir keine Entscheidung auf dem Wasser

herbeiführen konnten", sagte Chris Dickson, Skipper und CEO von BMW

ORACLE Racing. "Wir kamen heute in dem Bewusstsein zur Base, dass es um

alles geht. Wir wollten unbedingt das Rennen austragen. Die Bedingungen

mit viel Nebel und wenig Wind ließen der Rennkommission aber keine andere Entscheidung."

"Das ändert aber weder im Hinblick auf dieses Event, noch in Hinblick auf

unser Team etwas daran, dass wir hier in Malmö fantastische Wochen mit

zwei großartigen Regatten erlebt haben. Wir kamen mit dem Ziel hier her,

uns im Vergleich zu unserem Abschneiden in Valencia, zu verbessern. Dies

haben wir erreicht."

Nachdem beide Regatten als bester Herausforderer und Zweiter der

Gesamtwertung beendet wurden, sagte Dickson, das Ergebnis zeige, dass auf

das Team weiter Arbeit warte, um zu Alinghi aufzuschließen. In zwei von

drei Fleet Races landete BMW ORACLE Racing jedoch vor Alinghi, beide

Teams sammelten gleich viele Punkte. "Das zeigt, dass die Lücke nicht zu

groß ist."

"Ich bin mit der Leistung unseres Teams sehr zufrieden", sagte Dickson.

"Die Stärke und die Ausgeglichenheit des ganzen Teams haben mich

beeindruckt. Wir hatten einen guten Teamgeist und lieferten eine sehr

gute Performance ab."

"Wir freuen uns auf die Trapani Louis Vuitton Acts 8 und 9 am Ende des

Monats."

 

Alinghi in diesem Jahr Act 4 (Match Racing) gewonnen, Platz 2 beim Act 5

(Fleet Racing) belegt und jetzt in Malmö die Acts 6 (Match Racing) - mit

11:0 Siegen – und 7 gewonnen.

Brad Butterworth, Alinghi Vize-Präsident und Taktiker zu dem weiteren

Sieg:

„Wir sind sehr glücklich über die Leistung, die das Team in Malmö gezeigt

hat. Denn es war eine Riesensache für die Shore-Crew, die ganze

Infrastruktur von Valencia in den Norden zu zügeln. Das Team hat keine

Anstrengungen gescheut und es gibt nicht ein Teammitglied, das nicht

stolz darauf ist, zu dem Siegerteam zu gehören. Dafür wurde hart

gearbeitet.“

Ihr habt gewonnen, ohne das Dock zu verlassen. Wie fühlt sich das an?

„Wir sind schon ein wenig enttäuscht, dass wir nicht segeln konnten. Denn

wir gewinnen lieber auf dem Wasser. Aber auch wenn bereits vorher ein

Rennen abgebrochen wurde, sind wir überzeugt, dass wir genug für den Sieg

getan haben. Es ist schön, am selben Ort gleich zwei Regatten zu

gewinnen. Und jetzt freuen wir uns auf Trapani.“

Jochen Schümann, Steuermann bei den Acts in Malmö, zu dem Gewinn ohne das Dock zu verlassen:

„Warten, warten, warten – das sind immer die schwierigsten Tage. Wir

waren bereit und hätten die Regatta viel lieber auf dem Wasser gewonnen.

Jetzt haben wir gewonnen ohne zu segeln, aber ich denke, wir haben den

Sieg verdient. Wir hatten eine gute Woche und sind glücklich mit dem

Team.“

Hat Dir Malmö gefallen?

„Es war eine tolle Erfahrung hier oben in Malmö und wir sind dem ACM und

den Menschen in Malmö dankbar, diesen Event an diesem tollen Ort erleben

zu dürfen. Sie haben einen tollen Job gemacht und wir freuen uns auf

Trapani.“

Ein Blick in die Zukunft – wer steht in Trapani am Steuer?

„Ed Baird steht am Steuer und wir werden ein paar Positionen wechseln,

genau so, wie wir es hier auch gemacht haben. Also werden die Leute eine

andere Alinghi-Crew am Werk sehen. Ich selber werde in meiner normalen

Rolle als Stratege hinten im Boot sein.“

BMW Oracle vor Malmö (Foto © Gilles Martin-Raget)

Auf diesem Resultat kann das deutsche Segel-Syndikat aufbauen: Das United Internet Team Germany hat die siebten Vorbereitungsregatten (Louis

Vuitton Act 7) auf den 32. America´s Cup 2007 vor Valencia mit dem besten

Ergebnis seiner Kampagnen-Geschichte abgeschlossen.

 

Nachdem das vierte und letzte Fleetrace am Sonntag wegen zu schwacher

Winde und schlechter Sichtverhältnisse in Malmö abgesagt werden musste,

schloss die Crew um den dänischen Skipper Jesper Bank die Regattaserie

auf dem siebten Rang ab. Bei den drei vorherigen Acts war der erste

deutsche Teilnehmer in der 154-jährigen Geschichte der Veranstaltung nie

über Platz zehn hinausgekommen. Auf den fünften Platz im ersten Rennen am Freitag folgten am Samstag die Ränge zehn und sieben.

 

“Malmoe-Skane Louis Vuitton Act 7” - Final Scoreboard

(Ranking - Team - Points)

1 - Alinghi (SUI 75) - 32

2 - BMW Oracle Racing (USA 76) - 32

3 - Luna Rossa Challenge (ITA 74) - 28

4 - Emirates Team New Zealand (NZL 82) - 26

5 - Desafío Español 2007 (ESP 67) - 26

6 - K-Challenge (FRA 60) - 19

7 - United Internet Team Germany (GER 72) - 17

8 - +39 Challenge (ITA 59) - 17

9 - Mascalzone Latino - Capitalia Team (ITA 77) - 12

10 - Team Shosholoza (RSA 83) - 11

11 - Victory Challenge (SWE 73) - 10

12 - China Team (CHN 69) - 4

 

“Louis Vuitton Ranking” - Provisional Scoreboard of 32nd America's Cup

Challengers

Ranking - Team - Act 4/Act 5/Act 6/Act 7 - Points

1 - BMW Oracle Racing – 2° (10)/3° (9)/1° (11)/1° (11) – 41 Pts.

2 - Emirates Team New Zealand – 1° (11)/2° (10)/2° (10)/3° (9) – 40 Pts.

3 - Luna Rossa Challenge – 3° (9)/1° (11)/ 3° (9/2° (10) – 39 Pts.

4 - Desafío Español – 5° (7)/7° (5)/4° (8)/4° (8) – 28

5 - K-Challenge – 6° (6)/ 6° (6)/8° (4)/5° (7) – 23

5 - Mascalzone Latino-Capitalia Team – 7° (5)/4° (9)/6° (6)/8° (4) – 23

Pts.

7 - Victory Challenge – 4° (9)/5° (7)/7° (5)/10° (2) – 22 Pts.

8 - +39 Challenge – 8° (4)/8° (4)/5° (7)/7° (5) – 20

9 - United Internet Team Germany – 9° (3)/ 9° (3)/ 9° (3)/6° (6) – 15

Pts.

10 - Team Shosholoza – 11° (1)/ 11° (1)/10° (2)/9° (3) – 7 Pts.

11 - China Team – 10° (2)/10° (2)/11° (1)/ 11° (1) – 6 Pts.

 

Erklärung zum Format und den Punkten:

In Malmö  wurden beim Act 7 5 Fleet-Races mit allen Yachten gesegelt. Der

Gewinner jedes Fleet-Races bekommt 12 Punkte, ensprechend den

teilnehmenden Yachten. Der zweite erhält einen Punkt weniger und so fort.

Sieger ist das Team mit den meisten Punkten.

 

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