America's Cup: Segeln im Karneval?
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America's Cup Training: Alinghi SUI 64 und Trainingsboot ... ( Foto © Gilles Martin-Raget ) |
Der Hauraki-Golf liegt Donnerstag zwischen einem Hoch im Süden und einem Tief im Norden. Dazwischen drängt sich die Luft, die Isobaren rücken zusammen .... starker Wind. Aber so einfach das alles von der Wetterkarte ablesen – das ist nicht gefragt bei den Wetterprofis des Cups. Alinghi SUI 64 etwa hat acht Wetterboote im Golf, Team NZL 82 sieben.
Für morgen sind allerdings 13 bis 18 Knoten angesagt, mit Böen von über 20 Knoten, dazu sehr bewegte See. Ob die Neuseeländer mit ihrer Taktik, auf den richtigen Wind zu warten, wohl richtig lagen? NZL 82 wird nachgesagt, bei 12 bis 15 Knoten Wind am besten zu segeln. Allerdings hatten die Neusseländer bereits schlechte Erfahrungen mit starker Welle (das Boot nahm sechs Tonnen Wasser).
Inzwischen hat Harold Bennett, der Rennleiter, mit den Teams abgeklärt, dass am Freitag, Samstag, Sonntag – und wenn nötig auch Montag gesegelt wird!
Illbruck Segler im Wetterteam von NZL 82
Im Wetterteam der Neuseeländer arbeiten in Deutschland bekannte Leute: Chris Bedford – der für das Wetterteam von Illbruck Challenge beim Volvo Ocean Race die Vorhersagen machte. Er gibt Informationen weiter an einen weiteren ehemaligen Illbruck-Segler: Ray Davis. Der ist die Verbindung, neudeutsch Schnittstelle, zum Cupper NZL 82 . Der Wetterteam-Chef Roger ‘Clouds’ Badham vergleicht die letzten 15 Minuten mit der Börse und Future-Options: Ray Davis gibt die Informationen in den letzten zehn Minuten vor dem Start (bis zum 5 Minuten-Signal, dann bricht die Funk-Verbindung ab) ständig an das Boot weiter. Davis gibt die neuen Informationen an die Taktiker weiter in einem ständigen Strom von Informationen.
Auf die Sekunde
Das Wetterteam von Alinghi SUI 64 ist vor dem Rennen ebenso entscheidend. Russell Coutts sagte etwa, dass Wetterchef Jon Bilger ihm und Brad Butterworth Dinge über den Hauaki-Golf erzählt haben, die sie sonst nie erfahren hätten. In Rennen drei, erzählt Bilger, waren noch sechs Minuten vor dem Start, eine Minute später werde die Kommunikation zum Boot abgebrochen, die letzten fünf Minuten sind also die Boote – ebenso wie im Match – mit der Wettereinschätzung allein. Sechs Minuten vor dem Start also war die Wettercrew noch der Meinung, die linke Seite wäre die Beste, weil es einen Linksdreher des Winds geben werde. Sekunden vor der fünften Minute gab Bilger den erwarteten Rechtsdreher an Brad Butterworth weiter. Der dann mit Coutts auf die rechte Seite ging und damit nach dem Dreher fast 200 Meter Vorsprung gewann. Die Information hatte der Wetterfrosch Bilger Sekunden vorher von einem der acht Wetterboote im Golf per Funk bekommen.
Der Sieger braucht im "Best-of-nine" Modus fünf erste Plätze.
America's Cup 2003: Race 4 verschoben
Race 4:
Alinghi SUI 64 versus NZL 82: Alinghi SUI 64, …. Sek. Vorsprung
Punktestand:
Alinghi SUI 64 : 3 Punkte
Team NZL 82: 0 Punkte
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Website des Americas Cup 2003:


