![]() |
Vertreter von vier Americas Cup-Teams auf der Boot. (Foto © Jo Achim Geschke/ www.segelfotos-und-meer.de/ ) |
Die Frage kam an das Podium auf der Boot: Was macht das deutsche Team, wenn der nächste Cup nicht in Europa läuft? Klar ist, dass Eberhardt Magg von UIT Germany bereits eine neue Kampagne für den nächsten Cup vorbereiten soll. Michael Mronz, Vorstandmitglied UIT Germany, versicherte: „Wenn der Cup in Europa bleibt, ist klar, dass es eine neue Teilnahme gibt.“
Mirko Gröschner (Marketing BMW Oracle USA) und Jochen Schümann (Alinghi Sportdirektor) brachten dann den Stein ins Rollen: Die Herausforderer, besonders wohl BMW Oracle USA und Alinghi SUI, reden bereits miteinander über eine andere Form der Austragung für den Americas Cup. „Vielleicht müssen wir die Regeln ändern, weiter in die Zukunft schauen und auf längere zeit planen, um auch mehr Sponsoren gewinnen zu können,“ sagte Schümann. Und Gröschner ergänzte: „Die Teams haben ein Interesse, das über einen Cup hinaus geht. Vielleicht können wir eine langfristige Struktur schaffen.“ Der Verteidiger des Cup (Defender) habe das Recht, den Austragungsort zu bestimmen – aber vielleicht könne man Regen finden für einen anderen Form des Austragungsortes und den Cup erhalten, umriss Gröschner den Spagat.
„Wir müssen das Segeln mehr an die Leute heranbringen“, sagte Lars Böcking, Marketing Director des Team Shosholoza, und für eine professionelle Vermarktung mehr tun, auch das Fernsehen sollte mehr senden.
![]() |
Der Arbeitsplatz – Deutscher Cupper auf der Boot 2007. (Foto © Jo Achim Geschke/ www.segelfotos-und-meer.de/ ) |
Das deutsche Team
Jesper Bank schraubte die Erwartungen auf ein realistisches Maß zurück: Wir wollen nicht letzter werden, …. „Wir haben mit Team China als Letzte gemeldet, das können wir nicht so schnell aufholen, so Bank. Wir sind nicht nur zufrieden damit, dabei zu sein, wir wollen von den hinteren Plätzen weg.“ Ein Platz zwischen sechs und acht sei realistisch, hieß es. Das Team trainiere jetzt hochmotiviert und intensiv mit den Booten GER 89 und 72 vor Valencia.
Kommentar:
Auch wenn das Halbfinale, das Rennen der vier besten Herausforderer, noch im Focus der UIT Germany liegt: Kurz vor Meldeschluss gestartet, als letzte mit dem Team China, müssen Erfahrungen mit der Crew und dem Material gesammelt werden. Da haben Teams wie die Italiener von Luna Rossa ITA (Platz 3 bisher) und auch Victory Challenge (SWE) bereits etliche Cup Erfahrungen, erst recht die alten Hasen BMW Oracle und Emirates Team New Zealand, die den Cup zurück holen wollen.
![]() |
Valencia, Americas Cup Port: Links und rechts die Teams, die Pier Mitte für Superyachten, links neben der Ausfahrt die AC Town, auf See links die Regatta-Bereiche. (Foto © ACM, Carlo Borlenghi) |
Wie geht’s weiter ?
Die Acts:
Bisher wurden an mehreren europäischen Orten die 12 Acts, die Vorregatten gesegelt, die bereits Punkte brachten.
2004 war der Champion Neuseeland,
2005 –Champion war Alinghi
2006 Champion wurde Neuseeland
Bisher führen im Louis Vuitton Ranking:
- Emirates Team New Zealand NZL 125 Punkte
- BMW Oracle Racing USA 123
- Luna Rossa ITA 118 Punkte
- Desafio Espanol 85 Punkte
- Mascalzone Latino ITA 73 Punkte
- Victory Challenge 68 Punkte
- +39 Challenge ITA 60 Punkte
- Areva Challenge FRA 60 Punkte
- Team Shosholoza Südafrika 55 Punkte
- United Internet Team Germany 33 Punkte
- China Team 15 Punkte
Act 13:
Vom 3. bis 7. April läuft als Fleet Race Act 13 vor Valencia
Für alle Acts gab es Punkte, für die letzten mehr als zuvor, im Louis Vuitton Cup wird nochmals gezählt.
Der Louis Vuitton Cup, die eigentliche Entscheidung um den Herausforderer, bei dem alle in Match Races gegeneinander segeln,
beginnt am 16. April 2007.
Ab 6. Mai sind sieben Teams draußen, dann startet das Halbfinale.
(Text: Jo Achim Geschke/ Seglermagazin.de)
www.americascup.com
www.boot.de




