Around Alone: Caipirinha in Bahia
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Geschafft! Emma Richards segelt im sonnigen Bahia über die Ziellinie (Foto © Mark Pepper/ Marinepics/ aroundalone.com) |
Die Eltern, von "Pindar" eingeladen, begrüßten die Weltumseglerin, die im Oktober Geburtstag gefeiert hatte. Emma Richards, zweite große junge Seglerin aus Great Britain nach Ellen MacArthur, wählte nach dem Start in Neuseeland mit ihrer 18,50 Meter Yacht ein mehr nördliche Route und ging damit in ihrer meteorologischen Navigation dem verheerenden Tief zunächst aus dem Weg. Es war Richards zweite Kap Horn Umrundung nach dem vergangenen Jahr ( auf Nautors Frauenboot "Amer two" beim VOR), doch dieses Mal solo war eine ganz andere Leistung. Beim ersten kühlen Caipirinha in Bahia meinte sie typisch British: "Es ist schon ein tolles Gefühl, hier zu sein."
Mit 32 Knoten Kap-Roller hinab
Emma Richards Strategie ging auf: Sie hielt sich zunächst im Norden und ging erst sehr spät nach Süden zum Runden das Kaps. Kurz vor dem Kap stellte sie einen neuen Geschwindigkeitsrekord für ihr Boot "Pindar" auf, als sie die Wellenfronten der großen, langen Kap-Roller mit 32 Knoten hinabsurfte! "Das war ziemlich erstaunlich", meinete sie in ihrem typischen Understatement. Einmal ums Kap herum, eröffnete sie die Jagd auf Bianchetti mit "Tiscali" . Nachdem sie auf nur fünf Meilen an Bianchetti herangekommen war, erreichten beide eine Zone flauen Windes, und aus der kam Bianchetti schneller heraus. Emma Richards segelte mit dem Ziel, ohne Schaden am Boot ins Ziel zu kommen. Sie muss mit "Pindar" in der letzten Etappe bis Newport vor Bianchetti auf "Tiscali" das Ziel erreichen, um auf dem vierten Rang zu bleiben. Bianchetti Zieldurchlauf als Dritter kam übrigens sehr willkommen: Seine Frau Inbar Bianchetti hatte Geburtstag!
Bei den kleiner Open50s der Klasse II hat Brad van Liew auf "Tommy Hilfinger Freedom America" als Favorit und Führender seiner Klasse das Ziel weit vor den anderen Konkurrenten erreicht.
Derek Hatfield auf "Spirit of Canada" wird wohl ganz aufgeben müssen: Er liegt in Ushuaia auf Feuerland und will versuchen, dort einen Ersatzmast zu stellen und seine Elektronik und die anderen Schäden zu reparieren, um dann hinter der Flotte her allein die Weltumrundung zu Ende zu segeln. Mit wenig Hoffnung auf das Rennen. Hatfield, der jahrelang für diese Weltumsegelung gearbeitet und Sponsoren gesucht hatte, war wie berichtet bei Böen von 70 Knoten und Wellen von 13 bis 14 Metern kopfüber gegangen und gekentert, hatte dabei seinen Mast verloren und etliche Schäden am Boot erlitten. Wie viele Skipper beim Around Alone, ist die finanzielle Decke durch Sponsoren bei ihm nicht gerade groß. So sind Ehefrauen der Open50 und 0pen 40 im Hafen noch auf der Suche nach Geldgebern für die kommende, letzte Etappe nach Newport / USA !
Die Positionen am 16. März:
KLASSE 1 – 60 Fuß:
1. Solidaires, Thierry Dubois, im Ziel Bahia
2. Bobst Group-Armor Lux, Bernard Stamm, 2. im Ziel
3. Tiscali, Simone Bianchetti, Dritter
4. Pindar, Emma Richards, Vierte
5. Ocean Planet, Bruce Schwab, noch 712 sm
6. Hexagon, Graham Dalton, Mastbruch, im Rennen, in Argentinien
KLASS 2 (40 – 50 ft):
1. Tommy Hilfiger, Brad Van Liew, im Ziel
2. Everest Horizontal, Tim Kent, noch 727 sm
3. Spirit of yukoh, Kojiro Shiraishi, noch 886 sm
4. BTC Velocity, Alan Paris, noch 1590 sm
5. Spirit of Canada, Derek Hatfield, Abbruch, Mastbruch, ist in Feuerland
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