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Bauplatz mit dem natürlich krumm gewachsenen Holz für den Neubau (rechts) in Lelystad ( Foto © www.segelfotos-jag.de) |
Die ursprüngliche Batavia wurde 1628 im Auftrag der Vereinigten Ostindischen Komapagnie gebaut. Die VOC war die reiche und einflussreiche Gesellschaft, die Holland damals mit ihren Fahrten nach Übersee und dem Handel reich machten und die Kust aufblühen ließ. Die damals gemalten Stilleben mit seltenen Gewürzen oder anderen Mitbringseln künden von diesem Reichtum.
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Balken für den Neubau von "de 7 Provincien" vor der Batavia . ( Foto © www.segelfotos-jag.de) |
Mit dem originalgetreuen Nachbau wurde 1985 begonnen. Motor der Batavia war der Schiffsbauer Willem Vos, der mit etlichen Gruppen von Jugendlichen an dem Schiff arbeitete. Die Batavia ist 53 Meter lang, bei ihrem Bau wurde ausschließlich Orginal-Material verwendet, also nur gewachsene Balken, gedrehte Taue, altes Segelleinen. 1995 wurde das Schiff von Königin beatrix getauft und zu Wasser gelassen.
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Das Kanonendeck der Batavia mit einem Spill (rechts) unter Deck ( Foto © www.segelfotos-jag.de) |
Selbst die schweren eisernen Kanonen auf ihren hölzernen Lafetten und die Gangspills machen den Eindruck, als ob sie aus dm 17 Jahrhundert herüber gerettet wurden.
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Segel in der Werksatt für die alten - neuen Schiffe ( Foto © www.segelfotos-jag.de) |
Die Batavia hatte bereits in Sydney zur Olympiade ihren großen Auftritt. Das Schiff ist übrigens schwer zu steuern, denn der Steuermann steht in einer kleinen dunklen Kammer unter Deck, er kann nur auf Zuruf Ruder legen. Und das ist bei diesem Schiff wörtlich zu nehmen: Das riesige Ruder wird mit einem Kolderstock bewegt, einem senkrecht stehen Balken, der durch die Bewegung rechts – links eine Art Übersetzung mittels Seilen bewegt.
Neben der Batavia wird ein weiteres altes Schiff originalgetreu aufgebaut: Das Admiralitätsschiff "De 7 Provincien". 1665 gebaut, war es das Flaggschiff der Rotterdamer Admiraität und des in den Niederlanden berühmten Admirals Michiel de Ruyter, an etlichen Seeschlachtenbeteiligt. Erst nach 30 Jahren, 1694, wurde es aus dem Dienst genommen. Auch an der 7 Provincien arbeiten Jugendliche unter Aufsicht ihres Meisters.
Das Polder Museum
Neben der Werft entsteht jetzt das Polder-Museum, das Museum "Nieuw Land". Die Geschichte der Polder, der Landgewinnung der Niederländer, die in der Welt einzigartig ist, steht in seinem Mittelpunkt. Dabei wird auch der Namensgeber Lelystads gewürdigt: Der Ingenieur Lelystad, der die Technik für die Polder entwickelte. Schließlich liegt das Land tiefer als Meer und Wasser rundum, und so müssen immer wieder die nachfließenden Wassermassen abgepumpt werden. "Wenn man nichts tut, ersäuft man", drückt es Museumsdirektor Ralf Keuning einfach aus. Dieser Zwang zum gemeinsamen Tun hat Einfluss auf Politik und Gesellschaft: Man muss sich einigen. Sonst steigt das Wasser.
Das Poldermuseum wird am 26. Februar 2005 eröffnet. Seglermagazin.de wird noch einmal darüber berichten.





