Deutscher Segler-Verband: 19. Jugendseglertreffen in Bremen

28. Februar 2011 - Beim 19. Jugendseglertreffen in Bremen wählten die Delegierten einen neuen Jugend-Obmann. Der bisherige Jugendobmann wurde mit der Goldenen Ehrennadel des DSV und dem Diskus der Deutschen Sportjugend geehrt.

Der Deutsche Segler-Verband hat einen neuen Jugendobmann. Timo Haß, Rechtsanwalt aus Pöcking bei München, wurde beim 19. Jugendseglertreffen von rund 200 Delegierten einstimmig gewählt. Der 36-Jährige ist Mitglied im Münchener Ruder- und Segelverein „Bayern“ von 1910 und bezeichnet sich selbst als Generalist des Segelsports. Er segelt Jollenregatten so gern wie Yachttörns und arbeitet ehrenamtlich als Wettfahrtleiter, Schiedsrichter und Jugendtrainer. Seit April 2004 engagiert sich Haß zudem als Jugendobmann des Bayerischen Seglerverbandes und als Mitglied des DSV-Jugendsegelausschusses.

 

Der bisherige DSV-Jugendobmann Wolfgang Wagner durfte nach zwölf Jahren Amtszeit bei dem vom 25. bis zum 27. Februar in Bremen veranstalteten Jugendseglertreffen satzungsgemäß nicht wieder kandidieren. Für sein erfolgreiches Engagement, insgesamt war er 25 Jahre lang im DSV-Jugendsegelausschuss aktiv, erhielt Wagner von den Delegierten Standing Ovations sowie zwei der höchsten Auszeichnungen des deutschen Sports. DSV-Präsident Rolf Bähr überreichte ihm die Goldene Ehrennadel des Deutschen Segler-Verbandes, und Ingo Weiss, Erster Vorsitzender der Deutschen Sportjugend, ehrte Wagner mit dem Diskus, der höchsten Auszeichnung seiner Organisation. Wolfgang Wagner zeigte sich gerührt und dankte seinen langjährigen Wegbegleitern: „Es war schön, und es hat gut getan.“

 

Im Leistungssport verzeichnet die Seglerjugend einen beachtlichen Aufwärtstrend. In Bremen wurden acht Crews für ihre Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften 2009 und 2010 sowie bei den erstmals veranstalteten Olympischen Jugendspielen geehrt. Zwei weitere Crews hätten die Ehrung verdient, waren jedoch terminlich verhindert. So viele Top-Ergebnisse hatte es noch nie innerhalb von zwei Jahren gegeben.

 

Gastrednerin Karen Buse, Staatsrätin beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, freute sich, dass unter dem Titel „Sport spricht alle Sprachen! Integrationsmotor Segelverein“ ein gesellschaftlich relevantes Thema diskutiert wurde. Besonders gut besucht war der Arbeitskreis zu neuen Medien. Hier war das Fazit eindeutig: Um neue Mitglieder zu gewinnen, sollten Vereine neben den klassischen Medien Social Networks für ihre interne und externe Kommunikation nutzen. Zu Gast war auch Sönke Roever, der mit seiner Bilder-Show „1200 Tage Samstag“ faszinierende Impressionen von seiner Weltumsegelung zeigte. Das in vielen Organisationen der Gesellschaft und des Sports diskutierte Thema Schutz vor sexualisierter Gewalt stand ebenfalls auf der Tagesordnung, und Mona Küppers, Jugendobfrau des Segler-Verbandes Nordrhein-Westfalen, stellte entsprechende Kampagnen vor. Anschließend verabschiedeten die Delegierten die folgende Erklärung: „Das Jugendseglertreffen begrüßt die Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes, der Deutschen Sportjugend und der Spitzenverbände. Es ruft alle Vereine dazu auf, alle Vorkehrungen zu treffen, damit Kinder und Jugendliche vor Übergriffen sexualisierter Gewalt geschützt sind.“

 

Die Jugendhaushalte 2009 und 2010 wurden genehmigt, der Jugendsegelausschuss entlastet und die Jugendetats für 2012 und 2013 verabschiedet. Seinen Dank sprach Wolfgang Wagner dem Fachverband Segeln Bremen aus, der den Jugendsegelausschuss des DSV bei der Ausrichtung der Tagung unterstützt hatte.