Dr. Andreas Lochbrunner einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt

03. Dezember 2013 - Auf dem Deutschen Seglertag in Rostock-Warnemünde hat der Deutsche Segler-Verband einen neuen Verbandsvorsitzenden gewählt: Einstimmig angenommen wurde die Wahl von Dr. Andreas Lochbrunner. Darüber hinaus erhielt der DSV die Sportplakette des Bundespräsidenten, Goldene Ehrennadeln gab es für die scheidenden Vorstände Rolf Bähr und Uwe Jahnke. Gewählt wurden auch 16 der 32 Mitglieder des Seglerrates des Deutschen Segler-Verbandes. Die begehrte „Auszeichnung für Ausbildung“ erhielten 54 Mitgliedsvereine.

Dr. Andreas Lochbrunner vom Lindauer Segel-Club ist neuer Präsident des Deutschen Segler-Verbandes. Er folgt auf den nicht mehr angetretenen Rolf Bähr vom Verein Seglerhaus am Wannsee. (Foto: DSV/Ulrike Schreiber)

Der Deutsche Segler-Verband (DSV) hat den 65-jährigen Zahnarzt Dr. Andreas Lochbrunner vom Lindauer Segler-Club am Bodensee einstimmig zum Präsidenten gewählt. Ebenfalls neu im Team des siebenköpfigen DSV-Präsidiums ist der Hamburger Unternehmer Sven Herlyn (Hamburger Segel-Club und Norddeutscher Regatta Verein). Er wurde ins Amt des DSV-Vizepräsidenten für Fahrtensegeln, Freizeit- und Breitensport gewählt. In ihre Ämter wiedergewählt wurden Torsten Haverland, Schweriner Yacht-Club (Vizepräsident für Leistungs- und Wettsegeln), Dietmar Reeh, Deutscher Touring Yacht-Club (Vizepräsident für Umwelt und Recht) und Udo Scheer, Segel-Club Hattingen (Vizepräsident für Finanzen). Der nicht mehr zur Wiederwahl angetretene DSV-Präsident Rolf Bähr (Verein Seglerhaus am Wannsee) und der ebenfalls ausscheidende Vizepräsident Uwe Jahnke (Warnemünder Segel-Club) wurden für ihre Verdienste um den deutschen Segelsport mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Segler-Verbandes ausgezeichnet.

 

Der Deutsche Segler-Verband erhielt aus Anlass seines 125-jährigen Bestehens die Sportplakette des Bundespräsidenten. Der 2012 gewählte Präsident der International Sailing Federation (ISAF) Carlo Croce würdigte in seiner Rede die große Bedeutung des Deutschen Segler-Verbandes im Weltsegelsport. Der DSV zähle zu den führenden Segelnationen der Welt und habe als Gründungsmitglied des Weltverbandes maßgeblich zu dessen dynamischer Entwicklung beigetragen.

 

Der Jubiläumsseglertag stand unter dem Motto „Auf Kurs Zukunft“ und traf eine Reihe richtungsweisender Entscheidungen für den deutschen Segelsport. So will der Deutsche Segler-Verband bei den Olympischen Spielen 2016 vor Rio mit neuer Kaderstruktur und deutlich optimierter Förderung im Hochleistungsbereich antreten. National setzt er sich für Lückenschlüsse im Netzwerk der Sportboothäfen und den Erhalt der Bundeswasserstraßen für den Wassersport ein. Kinder und Jugendliche will er früh für das Schwimmenlernen und den Segelsport begeistern sowie neue publikumswirksame Regattaformate – unter klarer Priorität der gemeinnützigen Zielsetzung – professionell voran bringen. Er will effizienter Dienstleister seiner 1346 Mitgliedsvereine in den Segelrevieren im gesamten Bundesgebiet bleiben und für solide Ausbildung und Qualifizierung von Schiffsführern sowie für hochkarätigen Regattasport auf den nationalen und internationalen Regattabahnen sorgen. Breite Unterstützung fand ein einhelliger Antrag mehrerer Landesseglerverbände, den Nachwuchsaufbau im olympischen Windsurfen zu fördern.

 

Mit einer einstimmigen Resolution wandte sich der Deutsche Seglertag an Politik und Öffentlichkeit, um einen lange überfälligen Lückenschluss im Netzwerk der Ostseehäfen einzufordern. Dieser Lückenschluss am Darß hat immense Bedeutung für die Entwicklung des Fremdenverkehrs im gesamten Ostseeraum. Der DSV lädt die Anrainerstaaten der Ostsee, aber auch Tourismusverbände und -unternehmen ein, diese Initiative „Sail Baltic“ zu unterstützen.

 

Eckhardt Rehberg, Mitglied des Deutschen Bundestages, unterstützte diese Forderung und bezeichnete die Baggerung und Offenhaltung des Hafens Darßer Ort als beste Lösung für dieses Problem.

 

Gewählt wurden auch 16 der 32 Mitglieder des Seglerrates des Deutschen Segler-Verbandes. Die begehrte „Auszeichnung für Ausbildung“ erhielten 54 Mitgliedsvereine. Große Einigkeit herrschte bei den Finanzen. Die Jahresrechnungen 2011/2012 und die Haushaltspläne 2014 und 2015 wurden einstimmig gebilligt.
Für weitere Informationen siehe www.dsv.org.