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Die Oceanis 393 der SKU-Segler in einer traumhaften Bucht der Balearen vor Anker. (Foto SKU www.sku-duesseldorf.de) |
Jürgen Rütten, Marc Ziervogel, Mike Hartmann, Wolf Ortlinghaus und Dietmar Konermann haben mit Bedacht die Vorsaison für die Balearen gewählt: "Das Segeln ist auf den Balearen das ganze Jahr über möglich, wobei von Oktober bis Anfang April die Gefahr von Unwettern und Stürmen wesentlich größer ist. In den Sommermonaten sind die Balearen in der Regel stark besucht. Die Liegepreise sind in der Hauptsaison deutlich höher.
Nach unserer Erfahrung ist gerade die Vorsaison von März bis Mai eine ideale Reisezeit. Die Häfen und Buchten sind noch nicht überlaufen und die Preise für Charter und Häfen deutlich niedriger" sagt Wolf Ortlinghaus.
"Nach einem kurzen Flug und schnellem Transfer mittels Taxi vom Flughafen Palma de Mallorca zum Hafen in Palma empfängt uns Christine, die Mitarbeiterin unseres Vercharteres Alboran, auf dem Steg der Muelle de la Lonja wie gute alte Bekannte. Da sich die gecharterte Oceanis 361 derzeit noch in Barcelona befindet, erhalten wir eine Oceanis 393 mit Namen Daiquiri. Wir hätten auch eine 411 segeln können, haben aber aufgrund der deutlich höheren Hafengebühren gerne darauf verzichtet." Denn das Mittelmeer ist teuer – in Mallorca und den umgebenden Inseln werden Liegeplätze oft nach Länge mal Breite abgerechnet, und das mit teils saftigen Gebühren in der Hauptsaison – 24 bis mehr als 40 Euro können für einen Platz fällig werden.
"Über 12 Meter Länge bzw. 4 Meter Breite verdoppeln sich in vielen Marinas die Liegeplatzgebühren. Aus diesem Grund würde ich, gerade bei kleineren Crews, ein Schiff unterhalb von 40 Fuß Länge chartern. Der Comfort Unterschied ist meist nur minimal.", so die SKU-Segler.
Auf nach Ibiza
" Diesmal haben wir fest vor Ibiza und Formentara zu besuchen. Um 15.00 Uhr sind wir endlich soweit und legen zu einem kurzen Schlag Richtung Puerto Adriano im Süd-Westen von Mallorca ab. Nachdem wir uns im Hafen von Palma unter Maschine mit Daiquiri vertraut gemacht haben, setzen wir die Segel und verbringen die ersten schönen Segelstunden bei Süd-Östlichen Winden um 4 Windstärken. Bereits nach gut 2 Stunden haben wir Puerto Adriano erreicht und sind mit dem Schiff, dem Wetter und uns rundum zufrieden. Als krönenden Abschluß des Tages serviert Marc superfrischen Fisch."
Dann geht es nach Ibiza: " Gleich morgens früh um 08.30 Uhr wird abgelegt. Der Wind schwächelt etwas und wir müssen unseren guten Rudolf Diesel um Unterstützung bitten. Mittags haben wir endlich den lang ersehnten Wind aus West-nordwest mit 4 bis 5 Beaufort. Alle sind begeistert von den guten Segeleigenschaften unserer Daiquiri. Glücklicherweise haben wir anstelle des heute meist eingebauten Rollgroßsegels ein Lattengroß, welches ausgezeichnet steht. Nach nur 10 Stunden und fast 60 Seemeilen machen wir im Yachthafen von Santa Eulalia fest. Eulalia liegt im Nordosten von Ibiza und bietet sich somit optimal als erstes Ziel nach einer Überfahrt von Mallorca an. Die Marina bietet alle notwendigen Möglichkeiten zur Versorgung. Der Hafen ist bei Beachtung der Untiefe „Losa Santa Eulalia“ einfach anzusteuern.
Tags darauf geht es weiter nach Ibiza. Bei starkem Wind aus West-Südwest und Sonnenschein erleben wir einige sehr schöne Segelstunden. Die Nacht wollen wir in Ibiza Stadt verbringen und wählen die Marina Ibiza-Nueva aus.
Die Gastliegeplätze sind bei süd-westlichen Winden leider absolut ungeschützt und dadurch sehr unruhig. Beim nächsten Mal würden wir wohl eher die angrenzende Marina Botafoch auswählen. Auch wenn man dann einen etwas längeren Fußmarsch zur Stadt in Kauf nehmen muß.
Formentera
Nach dem Genuss von fangfrischem Fisch geht es weiter nach Formentera: "Erst ab 11.00 Uhr frischt der Wind auf und beschert uns erneut wunderbare Segelstunden. Wir passieren die Meerenge zwischen der Isla Espalmador und den Ibiza vorgelagerten Felsen. Kurz vor 13.00 Uhr fällt bereits westlich des Hafens Sabinas unser Anker. Den Nachmittag nutzen wir ausgiebig für Schlauchbootfahrten und erkunden den nord-westlichen Zipfel von Formentera.
Die karge Felslandschaft und blühende Blumenfelder bilden einen einzigartigen Kontrast. Nachdem wir unseren Fisch verzehrt haben, heißt es gegen 19.00 Uhr bereits wieder Anker auf mit Ziel Cabrera. Die Strecke von gut 80 Seemeilen wollen wir diesmal nachts bewältigen. Als wir gegen 20.00 Uhr erneut die Meerenge von Espalmador passieren, ist es bereits dunkel.
Cabrera
Der nächste Morgen empfängt uns wieder mit viel Sonne und so machen wir bereits um 10.00 Uhr an einer Boje im Puerto de Cabrera fest. Die Inselgruppe Cabrera ist ein einzigartiges Naturschutzgebiet. Für die Übernachtung benötigt man ein gültiges Permit, welches üblicherweise auf Wunsch vom Vercharterer besorgt wird. Wir verbringen den Tag mit Wanderungen zur Burgruine und sogar zum Leuchturm auf der Südwest-Spitze von Cabrera. Danach geht es bei fast 16 Grad Wassertemperatur zum Abkühlen ins Meer.
Am nächsten Morgen staunen wir nicht schlecht, als außer Nebel nichts mehr zu sehen ist. Trotzdem machen wir uns auf unser nächstes Ziel Puerto Petro anzulaufen. Dank GPS und Kartenplotter auch kein Problem. Der Nebel bleibt uns mehr oder weniger den ganzen Tag erhalten. Mittags in Puerto Petro kommt mal kurz die Sonne durch. Erstaunlicherweise haben wir trotz Nebel genügend Wind zum Segeln. Als wir Abends in La Rapita einlaufen, hat sich der Sicht wieder sehr verschlechtert, so dass wir die Hafeneinfahrt erst in letzter Sekunde auszumachen können.
Wir sind begeistert über den ausgezeichneten Service der Alboran Crew, den guten Zustand der Schiffe, die komplette Ausstattung, das Revier und sind sicher, hier kommen wir noch mal hin !"
Den kompletten Bericht mit schönen Fotos und mit den Erfahrungen zum Boot sowie Informationen zur Vorbereitung finden Sie auf der Website des SKU unter Aktivitäten/ Berichte unter


