Neues Antifouling: Bewuchs vermeiden durch Elektrolyse04. Februar 2009 - Wenn das neue Produkt hält, was die ersten Tests versprechen, werden die Farbenfirmen nicht begeistert sein: Ein neues Antifouling einer niederländischen Firma, von der Bootswerft Schneidereit angeboten, hat nach eigenen Angaben erfolgreiche Test bei der niederländischen Seenotrettung durchlaufen. Der Schutz vor Bewuchs wird durch ein elektrisches Feld zwischen zwei Elektroden im Wasser hergestellt - ohne Chemie. Es soll nicht nur wirksam sein, sondern auch sehr umweltfreundlich.

Das Prinzip des Anti-Fouling Systems (Grafik: Bootswerft Schneidereit/ Hersteller)

Die niederländische Firma Bright Spark hat ein System entwickelt, das mit Hilfe von Elektrolyse funktioniert. Das Antifouling von Bright Spark ist nicht nur an Bord von Schiffen wirksam, sondern kann auch am Hafenboden installiert werden. So können bequem mehrere Schiffe geschützt werden. Voraussetzung - die im Hafen meist gegeben ist: Nur ganz wenig strömendes Salzwasser.

Das System besteht aus zwei speziellen Kupferelektroden und einem Steuergerät. Durch das Zusammenwirken von Kupfer-Ionen und dem elektrischen Feld zwischen den beiden Elektroden entsteht eine Schutzzone. Es fließt ein Strom, der Kupfer-Ionen freisetzt. Sie bilden im Wasser eine schützende Wolke. Diese „Wolke“ soll bis zu 25 Meter Durchmesser in Salzwasser besitzen.


Diese freigesetzten Stoffe haben keinen negativen Einfluß auf die Umwelt. Dies wurde von NIOZ ( Nederlands Instituut voor Onderzoek der Zee / Niederländisches Institut für Meeresuntersuchungen) laut Hersteller getestet und bewiesen.
Die Schutzzone sorgt dafür, dass Muscheln, Algen und Seepocken keine Chance mehr haben, sich an der Schiffsoberfläche festzusetzen. Das System wird immer dann eingeschaltet wenn das Schiff still im Wasser liegt.

Das Antifouling System ist pflegeleicht und kann laut Hersteller für alle Bootsbaumaterialien angewendet werden, auch bei Holz und Kunststoff.. Die Wartung des Systems beschränkt sich auf den Austausch der Elektroden. Wie lange die Kupferelektroden halten, hängt von der Häufigkeit des Gebrauchs ab.


Laut Hersteller / Vertrieb hat die niederländische Seenotrettung das System an Booten in Breskens an der Nordseeküste eingesetzt. Während die Schiffe früher zweimal jährlich aus dem Wasser mussten, wurden sie nun nur noch einmal jährlich gekrant.


Das System ist tragbar und funktioniert mit 12 oder 24 Volt. Auf Wunsch kann es auch mit einem Adapter versehen werden, so dass es mit Landstrom betrieben werden kann. Sobald sich die zwei Elektroden im Wasser befinden und das System aktiviert ist, wird das Schiff durch die Ionenwolke geschützt.
 
Mehr Informationen und Vertrieb:
Bootswerft  Christian Schneidereit Stade
www.bootswerft-schneidereit.de


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