Spektakulärer Unfall bei den Extreme Sailing Series in Istanbul

30. Mai 2011 - Hunderte Meter weit war der Aufprall zu hören: Roland Gäbler hat in Istanbul beim dritten Lauf zur Extreme Sailing Series einen spektakulären Crash erlebt. Das Boot des Tornado-Weltmeisters wurde vom ehemaligen America's-Cup-Sieger Alinghi gerammt und schwer beschädigt.

Alinghi rammt das Extreme Kat von Roland Gäbler. © Mark Lloyd

Die ehemaligen America's-Cup-Gewinner aus der Schweiz, Team Alinghi, rammten bei stark böigem Wind um 19 Knoten mit maximaler Geschwindigkeit den Backbord-Rumpf des deutschen Olympia-Bronze-Gewinners von 2000. Ohne Vorfahrt näherte sich Alinghi der Luvmarke und musste zahlreichen Katamaranen im elf Boote umfassenden Feld ausweichen. An Gäbler kam er nicht mehr vorbei. Er erwischte ihn mit seiner Backbord-Bugspitze im hinteren Bereich des Rumpfes. "Ein Crash, so wie wir ihn bisher nicht erlebt haben", sagte Gäbler geschockt.

 

Der laute Aufprall war noch 500 Meter weit entfernt zu hören. Auf beiden Schiffen gingen Crewmitglieder über Bord, verletzt wurde dabei offenbar niemand. "Es krachte so laut. Mir blieb der Atem stehen. Unser Bowman Nicolas Hinard fiel über den vorderen Beam und schwamm unter dem Boot. Er war weg. Das Ruder hatte ihn getroffen", sagte Gäbler. "Ich war auf dem Weg, ins Wasser zu springen, um ihn zu retten. Die Angst schoss mir durch den Körper. Doch er tauchte wieder zwischen uns und Alinghi auf. Er lachte. Zum Glück", so der 47-Jährige.

 

Beide Katamarane mussten aus dem Rennen genommen werden, weil sie zu schwer beschädigt waren. Der Kat von Gäbler weist ein großes Loch auf. Bei Alinghi sind Bug und -Spriet in Mitleidenschaft gezogen worden. Für den besten deutschen Katamaransegler ist das Unglück besonders ärgerlich, weil er am dritten Tag im Feld der America's-Cup-Anwärter um das Team New Zealand und Artemis und mit einem zweiten, vierten und sechsten Platz sehr gut unterwegs war.

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