Transat Jacques Vabre 2003: Schwarzes Loch und fliegender Fisch

14. November 2003 - Le Pot au noir nennen sie die Franzosen, das schwarze Loch, diese Kalmenzone, die schon die Windjammer-Kapitäne auf der Fahrt nach Brasilien verflucht haben, als sie den Kaffe holten für Frankreich, auf diese Route nach Bahia. Nach ihr und einer Kaffee-Firma ist sie schließlich benannt, diese Regatta Transat Jacques Vabre. Während nun auf "Sill" Alex Thomson und Roland Jourdain sich einen Fliegenden Fisch zu Tische nehmen, kommen sich die Boote der Multis und Monos näher im windstillen Loch nahe des Äquators.

Fliegender Fisch auf "Sill" – Alex Thomson und Roland Jourdain fotografieren sich am Mittwoch gutgelaunt beim Mahl. (Foto © (Foto © www.alexthomsonracing.com/ )

Für Nick Moloney auf Team Cowes, dem Ex-Kingfisher von Ellen Mac Arthur, ist es die achte Äquator-Überquerung. Und Moloney freut sich, wieder auf der heimischen Hemisphäre zu sein – der südlichen. Er kommt aus Australien. Allerdings stand Team Cowes gestern noch an fünfter Position auf 10° 11' Nord und 28° 23 ' West ...ein Stück hin für Moloney und Co-Skipperin, die Figaristi Sam Davies .

 

Das neue Farr-Design "Virbac" mit Jean-Pierre Dick & Nicolas Abiven scheint kaum einzuholen und führt immer noch mit 127 Meilen auf "Sill" – die steht allerdings wesentlich weiter westlich, was sich als Vorteil herausstellen kann! Aber die Kalmenzone und der Eintritt in die südliche Passatzone können das Feld noch erheblich durcheinander würfeln.

 

Nach 12 Tagen für die Mono-Open60 und 9 Tagen für die 60-Fuß-Tris wird sich das Feld noch zusammenschieben in der Flautenzone. Groupama hat auf 2° 48 ' Nord und 27° 43' West fast den Äquator erreicht – weit vor den Verfolgern, die mit Belgacom oder "Sergio Tacchini" (Karine Fauconnier) 170 und 202 Meilen zurück liegen, allerdings nur rechnerisch in Bezug auf die kürzeste Strecke zum Ziel. Michel Desjoyeaux auf Géant wird die Flaute in gesetzten Worten verfluchen – er ist auf den vierten Platz zurück gefallen. Dafür hat sich Belgacom mit dem berühmten Loick Peyron und Skipper Jean-Luc Nélias auf Platz zwei geschoben. Die letzten drei Tris, die einen Reparaturstopp auf Madeira machen mussten, kommen auch langsam näher, auch Alain Gautier und Ellen MacArthur auf "Foncia".

 

Groupama

Groupama, 18-Meter-Tri von Franck Cammas (Foto © Yvann Zedda/ groupama)

 

Positionen Donnerstag 19 Uhr

 

(Boot / D zum Ziel / D zum Führenden)

 

Classement 60-Fuß Multis

 

1. Groupama Franck Cammas & Franck Proffit – noch 1155 sm

 

2. Belgacom Jean-Luc Nélias & Loick Peyron – 170 sm

 

3. Biscuits la Trinitaine Marc Guillemot & Yann Guichard – 194 sm

 

4. Géant Michel Desjoyeaux & Hervé Jan – 199 sm

 

5. "Sergio Tacchini" Karine Fauconnier & Damian Foxall – 202 sm

 

6. Sopra Group Philippe Monnet & Laurent Bourgnon – 212 sm

 

7. Sodebo Thomas Coville & Jacques Vincent – 253 sm

 

8. Gitana Lionel Lemonchois & Marc Guessard – 254 sm

 

9. Banque Populaire Lalou Roucayrol & Pascal Bidégorry – 341 sm

 

10. Bonduelle Jean Le Cam & Kito de Pavant – 377 sm

 

11. Foncia Alain Gautier & Ellen MacArthur – 460 sm

 

12. BayerCropSciences Fred Le Peutrec & Julien Cressant –643 sm

 

13. Banque Covefi Stève Ravussin & Yvan Ravussin – 724 sm

 

Open 60 monohulls:

 

1. Virbac, Jean-Pierre Dick & Nicolas Abiven – 1300 sm

 

2. Sill, Roland Jourdain & Alex Thomson, 127 sm

 

3. Ecover, Mike Golding & Brian Thomson 150 sm

 

4. PRB, Vincent Riou & Jérémie Beyou, 216 sm

 

5. Team Cowes, Nick Moloney & Sam Davies, 239 sm

 

6. VMI, Sébastien Josse & Isabelle Autissier, 255 sm

 

7. Carrefour Prevention, Dominique Wavre & Michèle Paret, 362 sm

 

8. Arcelor-Dunkerque, Joe Seeten & Eric Dumont, 528 sm

 

9. Garnier, Patrick de Radiguès & Elie Canivenc, 640 sm

 

10. Loire Atlantique, Antoine Koch & François Robert, 773 sm

 

11. 60ème Sud, Didier Munduteguy & Juan-Mari Odriozola, 976 sm

 

12. Adecco, Bob Escoffier & Servane Escoffier, 989 sm

 

13. Tir Groupe, Mike Birch & Robert Birch, 1148 sm

 

Open 50 Monohulls:

 

1. Hellomoto, Conrad Humphreys & Paul Larsen, 2125 sm

 

2. Storagetek, Régis Guillemot & Olivier Salnelle, 201 Sm

 

3. Defi Vendee Jean-François Durand & Stéphane Chemin, 268 sm

 

Open50 Multihull:

 

Mollyhawk 2742 Sm

 

Aus dem Rennen:

 

CIMENT ST LAURENT

 

OBJECTIF 3

 

PINDAR

 

ATLANTIC NATURE

 

LABESFAL

 

TIM

 

BranecIII

 

Lesen Sie dazu auch die Berichte über Skipper und Skipperinnen in:

 

Segellegende Isabelle Autissier

 

Passat-Überraschungen

 

Heiße Kämpfe im Passat

 

Sonnenuntergänge

 

Taktik Auf'm Atlantik

 

Nasse Tage und Nächte

 

Dreibeine auf und davon

 

Sonne und Schatten

 

Neuer Sturm voraus

 

Voll der Sturm

 

Transat Jacques Vabre 2003: 50 Kn Sturm zum Start

 

und

 

Die Elite auf Kaffeefahrt

 

Transat Jacques Vabre mit den Berichten von 2001

Die website der Regatta :

www.jacques-vabre.com

 

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