Transat Jacques Vabre 2003: Sonne und Schatten
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In schön eingefangenem Licht am ersten Tag: die noch immer führende Ecover mit Mike Golding / Brian Thomson (Foto © Jacques Vapillon / www.pixsail.com ) |
Eine Bestandsaufnahme: Der Open 60 Objectiv 3, geskippert vom Spanier Javier Sanso, wurde am frühen Montagmorgen entmastet. Der einzige noch im Rennen gebliebene 50-Fuß (15 m) Multihull Mollymawk krachte in ein nicht identifiziertes schwimmendes Objekt. Skipper Ross Hobson musste nach starkem Wassereinruch aufgeben und versuchte, nach Southampton zu kommen. Der Open50 Mono Labesfal mit dem portugiesischen Skipper Ricardo Deniz konnten wegen eines gebrochenen Vorstags nicht weitersegeln.
Damit sind jetzt noch im Rennen: 4 Open 50s, 14 Open 60s und kein 50-Fuß-Multi. Anne Caseneuve hatte bereits am Sonntag wegen Mastbruchs auf dem 50-Fuß Multi Atlantic Nature aufgeben müssen – bei 50 Knoten-Böen und sechs bis acht Meter hohen Wellen, von denen auch die anderen Skipper berichteten. Caseneuve ist gestern wohlbehalten im Hafen von Cherbourg angekommen. Auch der 72-jährige Mike Birch und sein Sohn mussten nach einem Mastbruch aufgeben, wollen aber weitersegeln, so die Veranstalter. Die harte, steile See im Kanal und der Wind von 40 bis 50 Knoten stauchen die Boote immer wieder zusammen. Auch der führende Golding auf Ecover berichtete, dass das Boot litt, weil es immer wieder in die Wellentäler krachte. (siehe Voll der Sturm)
"Pindar" mit 3 to Wasser im Boot
Gestern nun humpelte auch "Pindar" mit Emma Richards in den Hafen von Brest: Die 29-jährige Solo-Weltumseglerin (Around Alone) und erfahrene Skipperin und ihr Co Sanderson kamen in Brest an und – mussten mehr 3 Tonnen Wasser aus dem Boot pumpen lassen. Gegen Morgen 8:40 Uhr hatte Richards das Rennbüro angefunkt und berichtet, das der Open60 Wasser durch einen kaputten Cockpitlenzer genommen hatte und dadurch etliche elektronische Anlagen und die Autopiloten ausgefallen waren – ohne den letzteren kann ein solches Boot kaum mit zwei Leuten gesegelt werden. Das Schiff war 35 Meilen vor Camaret und hatte 35 Knoten Wind auf der Uhr. "Pindar" lag zu der Zeit an siebter Stelle, gerade 30 Meilen hinter dem führenden Golding. Entsprechend frustriert war die Skipperin.
Aber auch gute Nachrichten ...
Einige haben das Rennen wieder aufgenommen:
Adecco stoppte in Roscoff und reparierte die Steuerung, Loire Atlantic nahm das Rennen in Cherbourg wieder auf, nachdem sie das Großsegel repariert hatten. Open50 Défi Vendéen repariert in St. Malo sein Bugspriet. Auf dem 4. Platz liegend, stoppte PRB mit Vincent Riou und Jeremie Beyou in Camaret um 23 Uhr Sonntag für eine Stunde, um ein Stagsegel zu ersetzen, das nur noch aus einem Fetzen bestand.
In die Biskaya
Mike Golding und Brian Thomson liegen weiter vorn und berichten von nur einer gebrochenen Segellatte. Sie sind wie die Nachfolgenden auf dem Weg durch die Biskaya und können etwas Sonne erwarten. Aber ... . Die See sei immer noch rau, doch der Wind jetzt bei 17 bis 18 Knoten, so ihr Statement gestern Abend.
Alex Thomson, der 29-jährige Co-Skipper auf der zweiten "Sill", gerade mal 12 Meilen zurück, erwähnt den Wetterbericht: Immer noch gegenan (haben wir ja gesagt ....). Und zwar mit 20 bis 30 Knoten, also gute sechs bis sieben.... Die Boote machen West – bis auf Virbac, die direkt nach Süden gehen. Jetzt beginnt die meteorologisch-navigatorische Schwierigkeit ... Der Wetterbericht ist für den Kanal – also den Start der Multis – allerdings gut. Nur im Osten des Atlantiks weht es immer noch kräftig aus südlichen Richtungen ...
Positionen Montagabend
MONOHULL Open60:
(Boot / D zum Ziel/ D zum Führenden)
1. Ecover, Mike Golding & Brian Thomson, 3859.7 sm
2. Virbac, Jean-Pierre Dick & Nicolas Abiven, 11.4 Sm zurück
3. Sill, Roland Jourdain & Alex Thomson, 17.4 sm
4. PRB, Vincent Riou & Jérémie Beyou, 45.3 sm
5. Cheminees Poujoulat - Armor Lux, Bernard Stamm &
Christophe Lebas, 68.0 sm
6. Team Cowes, Nick Moloney & Sam Davies, 68.1 sm
7. VMI, Sébastien Josse & Isabelle Autissier, 68.9 sm
8. Arcelor-Dunkerque, Joe Seeten & Eric Dumont, 84.3 sm
9. Carrefour Prevention, Dominique Wavre & Michèle Paret, 95.5 sm
10. Garnier, Patrick de Radiguès & Elie Canivenc, 121.5 sm
11. 60ème Sud, Didier Munduteguy & Juan-Mari Odriozola, 138.0 sm
12. Adecco, Bob Escoffier & Servane Escoffier, 241.8 sm
13. Loire Atlantique, Antoine Koch & François Robert, 309.9 sm
14. Tir Groupe, Mike Birch & Robert Birch, 368.4ym
Open 50 Monohulls:
1. Storagetek, Régis Guillemot & Olivier Salnelle,
4027.6 Sm
2. Hellomoto, Conrad Humphreys & Paul Larsen, 34.2 Sm zurück
3. Branec III, Roger Langevin & Henriette Lemay, 81.8 sm
4. Defi Vendee Jean-François Durand & Stéphane Chemin, 210.1 sm
Aus dem Rennen:
CIMENT ST LAURENT
OBJECTIF 3
PINDAR
MOLLYMAWK
ATLANTIC NATURE
LABESFAL
Lesen Sie dazu auch:
Transat Jacques Vabre 2003: 50 Kn Sturm zum Start
und
Transat Jacques Vabre mit den Berichten von 2001
Die website der Regatta :
Die gemeldeten Teilnehmer:
Monocoques 60' :
60ème Sud (Didier Munduteguy - Juan Mari Odriozola)
Adecco (Bob Escoffier - Servane Escoffier)
Arcelor Dunkerque (Joe Seeten - Eric Dumont)
Branec III (Roger Langevin - Henriette Lemay)
Carrefour Prévention (Dominique Wavre - Michèle Paret)
Cheminées Poujoulat/Armor Lux (Bernard Stamm - Christophe Lebas)
Ciments St Laurent (Georges Leblanc - Marc Nadeau) Kenterung
Défi Vendéen (Jean François Durand - Stéphane Chemin)
Ecover (Mike Golding - Brian Thompson)
Garnier (Patrick de Radiguès - Elie Canivenc)
Hellomoto (Conrad Humphreys - Paul Larsen)
Labesfal (Ricardo Diniz - Mark Taylor)
Loire Atlantique (Antoine Koch - François Robert)
Monocoques 50' :
Objectif 3 (Charles Hedrich - Josh Hall)
Pindar Emma Richard - Mike Sanderson)
PRB (Vincent Riou - Jérémie Beyou)
Sill (Roland Jourdain - Alex Thomson)
Storagetek (Régis Guillemot - Olivier Salnelle)
Team Cowes (Nick Moloney - Sam Davies)
Tir Groupé (Mike Birch /Robert Birch) aufgegeben
Virbac (JeanPierre Dick / Nicolas Abiven) br>
VMI (Sébastien Josse / Isabelle Autissier) br>
Multicoques 50' :
Atlantic Nature (Anne Caseneuve-Christophe Houdet) aband.


